Unsere Projekte

 

Nicht alle Gebäude können gerettet werden.

Damit eine Sanierung Sinn macht, werden neue Objekte sorgfältig geprüft. Die Bausubstanz muss in einem einigermassen guten Zustand sein und das Gebäude sollte einen wertvollen Beitrag an die Erhaltung eines intakten Landschafsbildes leisten können.

 

Die von unserem Verein übernommenen Gebäude müssen von den Eigentümern unentgeltlich im Baurecht abgetreten werden und bleiben während dieser Zeit im Besitz des Vereins, damit keine Umnutzung möglich ist. In den letzten Jahren haben wir erfolgreich neun historische Gebäude fachgerecht instand gestellt und mit handgespaltenen Schindeln aus einheimischem Lärchenholz eingedeckt, um sie für die Zukunft zu bewahren.

Boordspiicher

Davos Glaris 

 

Der Bordspiicher wurde im Jahr 1682 erbaut, um das Getreide der "Boordächer" zu trocknen und weiter zu verarbeiten. Er ist ein sehr markanter Vertreter seiner Art und der einzige, der an den Südhängen der Fraktion Glaris übrig geblieben ist. Auf dem Obertürner sind gross die Hauszeichen Michel, wahrscheinlich des Erbauers, sowie Ambühl, des Eigentümers, eingraviert. Er steht wie die meisten Spiicher dieser Grösse auf sechs Stelzen.

Die Sanierung erfolgte im Jahr 2000 mit finanzieller Unterstützung der Denkmalpflege Graubünden, von Eberhard W. Kornfeld und der Gemeinde Davos.

 

Madställi Leidbachmäder

Davos Glaris

 

Die Leidbachmäder-Ställe befinden sich mitten in einem von Lawinen gefährdeten Gebiet. Da in der Nähe kein sicherer Standort gefunden werden konnte, wurde bergseitig aus grossen Steinen und Schutt ein «Äbihöö» (eben so hoch wie das Gebäude) errichtet, damit die Lawinen darüber hinweggleiten können. Solche Schutzwälle wurden im Alpenraum oft erstellt, teilweise sogar im Siedlungsgebiet.

Wie in vielen Bergmäder, an und über der Waldgrenze, ist auch in den Leidbachmädern am Stall eine «Tieja» angebaut. Das ist ein kleiner Wohnraum mit Kochgelegenheit, damit man sich während dem Heuen ordentlich verpflegen konnte. Geschlafen wurde im frisch eingebrachten Heu. Diese Art der Bewirtschaftung ist typisch für die höchste Siedlungsstufe im Alpenraum.

Die Sanierung erfolgte im Jahr 2003 mit finanzieller Unterstützung der Denkmalpflege Graubünden und der Gemeinde Davos.

 

Madställi Chrachemeder

Davos Monstein

 

Die Chrachenställi befinden sich 300 Höhenmeter über der Waldgrenze. Sie stehen auf einer Geländekante, damit die niedergehenden Lawinen sie nicht zerstören konnten. Das Holz für den Aufbau der Ställe musste ohne Hilfsmittel vor Ort gebracht werden. Das im Sommer dort eingelagerte Heu wurde im Winter in Seile gebunden und auf sehr abenteuerliche Weise ins Tal gebracht.

Die Sanierung der beiden Gebäude erfolgte im Jahr 2005 und wurde durch die Denkmalpflege Graubünden, sowie vom Verein pro Monstein finanziell unterstützt.

 

Spiicher Schlossachre

Davos Clavadel

 

Dieser Spiicher wurde 1662 erbaut und liegt 1650 m.ü.M. In den «Schlossachre» wurde über Jahrhunderte ziemlich intensiv Ackerbau betrieben und das Getreide in der nahen Mühle unten am Sertigbach gemahlen. Auf dieser Meereshöhe gedeiht das Getreide, meistens Gerste oder Roggen, nur an steilen Südhängen.

 

Die Sanierung erfolgte im Jahr 2006 mit finanzieller Unterstützung der Hämmerli Stiftung Davos, der Denkmalpflege Graubünden und der Gemeinde Davos.

 

Pfaffelochspiicher

Davos Monstein

 

Der Flurname «Pfaffeloch» kam wohl zustande, weil ein Pfarrer Besitzer oder Pächter eines Ackers unten in der Schlucht, oder eben unten im Loch war.

Speziell beim «Pfaffelochspiicher» ist, dass er nicht wie üblich auf der Geländekante steht, sondern unterhalb im steilen Hang.  Das erforderte einen waghalsigen Unterbau aus Rundholz im stark abfallenden Gelände. Die Eigentumsverhältnisse erlaubten es dem Erbauer wahrscheinlich nicht, ihn nur wenige Meter höher auf der flachen Wiese zu erstellen.

Diese Spiicher, die meisten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, wurden damals zu 100% aus Holz, ohne einen einzigen Nagel erbaut. Selbst das Schloss samt Schlüssel war aus Holz gefertigt.

Die Sanierung erfolgte im Jahr 2015 mit finanzieller Unterstützung der Hämmerli Stiftung Davos, der Denkmalpflege Graubünden, pro Monstein, dem Fond Landschaft Schweiz und der Meuli Stiftung Davos.

 

Uuslaastall Mälcherna

Davos Frauenkirch

 

Der «Melchernastall» in der Foppa über der Lengmatte gehört zu einer kleinen Gruppe von Ställen, die im Baurecht bei der Stafelalp-Genossenschaft stehen. Melcherna benannte man einen Platz, an dem die Kühe zusammengetrieben wurden, um gemolken zu werden.

Diese Ställe sind typische Zeugen der Stufenlandwirtschaft. Hier weideten die Kühe im Frühjahr auf der Almende, bevor sie auf die Alp weiterzogen. Auf dem Rückweg im Herbst wurden diese Ställe und Weiden noch einmal genutzt. Diese Gebäude haben nur wenig Raum für die Einlagerung von Futter, da sie nur während der Weidezeit benutzt wurden.

Die Sanierung erfolgte im Jahr 2017 mit finanzieller Unterstützung der Denkmalpflege Graubünden, von Pro Patria, des Fond Landschaft Schweiz, der Meuli Stiftung Davos, von Eberhard W. Kornfeld und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz.

Ausfütterungsstall Rossweid

Davos Dischma

 

Der «Rossweidstall» am Eingang des Dischmatals ist typisch für die Ausfütterung des in der Umgebung geernteten Heus. Solche Gebäude haben einen Viehstall, sowie einen darüber liegenden Heustall um das vor Ort geerntete Futter einzulagern. Solche Ställe befinden sich oft ausserhalb der Siedlungen und wurden meist im Vorwinter benutzt, bis das Futter aufgebraucht war.

Auch dieser Stall ist zum Schutz vor Lawinen mit einem aufwändig aufgemauerten «Äbihöö» versehen. Er leistet einen grossen Beitrag zur Erhaltung eines unverwechselbaren Landschaftsbildes im Dischmatal.

Die Sanierung erfolgte im Jahr 2023 mit finanzieller Unterstützung der Hämmerli Stiftung Davos, des Fond Landschaft Schweiz und der Meuli Stiftung Davos.

Madställi Jatzmeder

Davos Glaris

 

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